Schlosserei

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Schlosserei

Im ersten Obergeschoß befindet sich die Schlosserei. Hier arbeiteten der Schlosser, der Graveur und zeitweise auch ein Schnittmacher. Neben dem Schleifermeister waren sie die am besten ausgebildeten Arbeitskräfte der Besteckfabrik.

 

Blick in die Schlosserei

Zu den Werkzeugen gehörten die Drehbank, eine Eisensäge, eine Säulenbohrmaschine, zwei Schleifböcke, eine Flächenschleifmaschine und eine Metallhobelmaschine. Diese Werkzeuge wurden von einer an einem Elektromotor angeschlossenen Transmissionsanlage bzw. von eigenen Motoren angetrieben.

Aufgabe des Schlossers war es, alle technischen Einrichtungen und Maschinen in Stand zu halten und bei Bedarf zu reparieren. Von seinem Geschick hing es ab, wie schnell die Produktion nach einem Defekt wieder aufgenommen werden konnte. Der Schnittmacher fertigte die Werkzeuge für die Maschinen, die die Bleche und Rohlinge schnitten.

 

An einem kleinen Tisch am Fenster befand sich der Arbeitsplatz des Graveurs. Für jedes Besteckteil und jedes Muster fertigte er in Feinarbeit die Prägestanzen an, die die Basis für die späteren Bestecke waren. Dazu stand ihm eine große Zahl an Kleinwerkzeugen zur Verfügung. Später erleichterten kleinste Schleifsteine und Fräser die Arbeit. Die Herstellung eines Werkzeugsatzes für eine neu einzuführende Besteckserie konnte bis zu einem halben Jahr dauern.

 

Der Reideplatz diente der Messerproduktion. Hier füllte ein Arbeiter die Messergriffe (Hefte) zu drei Vierteln mit Sand und etwas Harz auf und setzte die in Solingen gefertigten Klingen unter Verwendung von heißem Blei in das Messerheft ein. Zuvor wurden die oberen Enden der Messerhefte am Schleifstein "abgestossen", d. h. gerade geschliffen.

 

 

Ganz hinten im Raum befindet sich eine kleine Schmiede. Sie repräsentiert die Anfänge der Firma Hesse. An den früheren Standorten in Kalthof und Iserlohn hatte man daran Reitsporen geschmiedet. Sie gehörte, wie die Schleifmaschinen, zu dem Inventar, das die Familie Hesse nach Fleckenberg gebracht hatte. Zuletzt diente sie u. a. zum Ausschmieden und Härten von Werkzeugstählen für die Dreharbeit und die Hobelmaschine.

 

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Besteckfabrik Hesse, Technisches Museum, 57392 Schmallenberg-Fleckenberg, Sauerland